„Rundwanderwege“

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Die Jülicher Rundwanderwege

Ausgangspunkte aller Jülicher Rundwanderwege ist der Schloßplatz, Ecke Kölnstraße, Schloßstraße. Die Wege sind markiert mit weißen Zeichen J1 bis J6 auf schwarzen quadratischen Aufklebern oder direkt auf Bäumen oder Pfosten; Ausnahme: Der „Historische Rundweg“ durch die Innenstadt ist mit gelbem [JÜL] gekennzeichnet. Die Zeichen sind in regelmäßigen Abständen, besonders vor Abbiegungen, deutlich erkennbar angebracht – und zwar in beiden Richtungen. Dadurch kann man die Rundwege in beiden Richtungen wandern oder bei jeder beliebigen Markierung beginnen.
Man kehrt nach einiger Zeit wieder zum Ausgangspunkt zurück! Die einzelnen Wege haben unterschiedliche Schwerpunkte; entsprechend wurde ihnen ein Name zugewiesen (s.u.)

Die Wege sind auch für Fahrradfahrer geeignet. Nach starkem Regen können manche Feldwege allerdings evt. schlecht passierbar sein. (Fahrradverleih: K&K, Große Rurstraße 55, Jülich)
Eine genauere Wegbeschreibung sowie Erläuterung der Sehenswürdigkeiten enthält der Stadtführer Jülich aus dem Jülicher FischerVerlag.

Neben diesen Rundwanderwegen, die im Stadtzentrum beginnen, gibt es in Jülich auch ein ausgeschildertes Wanderwegenetz auf der Sophienhöhe und durch den Restwald am Fuße dieses künstlichen Abraumberges. Darüber ist ein separater Wanderplan erhältlich.

© Stadtmarketing Jülich e.V.

 

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An dieser Stelle auch ein großer Dank an unsere unermüdlichen Wanderwegwarte! (v.l.: Gabriele Ratanski , Hermann Petri , Beate Bäumker, Hans Meyer, Henny Speldrich, Wolfgang Hommel)

[JÜL] Der „Historische Rundweg“ durch die Innenstadt (5 km)

historische Innenstadt - Wanderweg

Karte [Jül]  Der Weg verbindet die bedeutenden Jülicher Baudenkmäler der Innenstadt miteinander. Auf diese Weise wird die Stadtgeschichte, besonders die Festungsgeschichte, deutlich. Vom Schloßplatz vor der Zitadelle führt der Weg an der Propsteipfarrkirche vorbei, über den Marktplatz, durch Hexenturm und Promenade zur Rur. Hier bietet sich die Möglichkeit, über die Fußgängerbrücke Brückenkopf und Landesgartenschaugelände zu erkunden. Zurück in die Innenstadt führt der Weg an der evangelischen Christuskirche vorbei und durch den Zitadellengraben.

[J1] Der Alleenweg (12 km)

Wanderweg - Alleenweg

Karte [J1] Die Peripherie der Innenstadt Jülichs wird mit diesem Weg erschlossen. Besonders die Kirsch- und Kastanienblüten der Alleen beeindrucken auf diesem Weg, so dass die Wanderung im April oder Mai zu empfehlen ist. Außer Nordviertel und Heckfeld wird der Ortsteil Lich-Steinstraß berührt, der in den 80er Jahren wegen des Braunkohlenabbaus hier angesiedelt wurde. Der lange Weg über den Rurdamm zeigt die unterschiedlichen Formen der Flußlandschaft auf.

[J2] Der Obstweg Koslar – Barmen – Broich (19 km)

Wanderweg - Obstweg Koslar

Karte [J2] Plantagen mit Obstbäumen und Erdbeeren säumen diesen Weg, der in den Dörfern an mehreren Selbstvermarktungshöfen vorbeiführt. In der Erntezeit ist für Verpflegung also gesorgt. Vorbei an den Außenanlagen der Landesgartenschau führt der Weg durch Koslar und Merzenhausen. Zurück im Rurtal bei Barmen wird der Wanderer um den Baggersee herum auf das rechte Rurufer bei Broich geführt. Dabei kann man die ursprüngliche Breite des Rurtals erfahren.

[J3] Der Gewässerweg Koslar – Barmen – Broich (17 km)

Wanderweg -Gewässerweg

Karte [J3] Natur und Geschichte sind hier eng verbunden. Der Mühlenteich ist in Koslar und hinter Barmen Begleiter des Wanderers auf dem Weg zu den Wasserburgen Overbach und Kellenberg, die allerdings nur von außen zu betrachten sind. Durch die anschließenden Naturschutzgebiete beidseits der Rur erschließen sich die verschiedenen Phasen des Flußausbaus: natürlich, kultiviert, kanalisiert und renaturiert.

[J4] Der Getreideweg Mersch – Pattern – Serrest – Güsten – Welldorf – Stetternich (23 km)

Wanderweg- Getreideweg Mersch

Karte [J4] Der Anbau von Getreide und Zuckerrüben in der fruchtbaren Jülicher Börde ist hier allgegenwärtig. Die Wegstrecke durch die Felder wird unterbrochen durch die Dörfer, die jeweils mit Kirche und alten Bauernhöfen ihre Anziehungspunkte haben. Bei guter Fernsicht ist auch das flache Land reizvoll, z.B. beim „12-Kirchturmblick“ zwischen Serrest und Güsten. Auf der anderen Seite begrenzen Sophienhöhe und die Höhenzüge der Eifel den Horizont.

[J5] Der Waldweg Daubenrath – Selgersdorf – Altenburg (18 km)

Wanderweg Waldweg Daubenrath

Karte [J5] Dieser Weg verläuft zunächst rings um das Forschungszentrum durch Jülichs größte verbliebene Waldfläche. Mit dem architektonisch und botanisch interessanten Technologiezentrum, den denkmalgeschützten Gebäuden des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks, dem Forschungszentrum und der Zuckerfabrik werden technische Besonderheiten berührt. Die Reste der „alten Burg“ der Jülicher Grafen sowie das Schloss der Herzöge in Hambach liegen am Weg. Hier sind zwei Alternativrouten im Gelände gelb gekennzeichnet, einmal südlich um das Forschungszentrum nach Daubenrath, beim nördlichen Weg als Abstecher über die Stadtgrenze nach Hambach.

[J6] Der Braunkohlenweg Kirchberg – Bourheim (14 km)

Wanderweg Braunkohlewerk Kirchberg

Karte [J6] Neben den alten Dörfern Kirchberg und Bourheim durchwandert man die Rurauen südlich Jülichs. Die Landschaft und die Menschen werden aber dominiert vom Braunkohlentagebau Inden,
der bis auf wenige Meter an die Dörfer heranreicht. Von einem Aussichtspunkt bietet sich ein beeindruckender Rundblick in den Tagebau auf die riesigen Bagger und auf das dahinter liegende Kraftwerk Weisweiler, das den Weg mit seinen Kühlturmschwaden manchmal überschattet.

[–] Sophienhöhe

Die Sophienhöhe ist eine künstliche, 200m über der Jülicher Börde gelegene Anhöhe aus dem Abraum des Braunkohle-Tagebaus Hambach. Aus der Abraumhalde des Tagebaus Hambach ist durch forstwirtschaftliche Rekultivierung und die Erschließung eines Wanderwegenetzes von mehr als 70 km mit der Zeit ein grünes und abwechslungsreiches Wandergebiet entstanden, das mit seinen vielen Wegen ausreichendes Potential für lange Wanderausflüge hat. Beeindruckend ist die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und der weite Ausblick auf die Landschaft. Der Blick vom Gipfel reicht in den angrenzenden Tagebau und über die Bördelandschaft bis zum Dreiländereck. Bei klarer Sicht ist der Kölner Dom erkennbar. Freiwildgehege und Landschaftsgestaltung geben weitere Nahrung fürs Auge.
Wanderwege auf der Sophienhöhe